Theater Thevo – Nürnberg

FluchtEnde?


Schon in der Frühzeit der Evolution wanderte der Mensch von einem Ort zum anderen. Es waren große Migrationswellen von Afrika bis nach Australien, vom Nahen Osten nach Europa. Die Menschen verließen ihre Lebensräume auf Grund von Klimaschwankungen, sowie Stürme und Dürre. Das Nahrungsangebot veränderte sich ständig. Der Mensch musste sich anpassen. Eine letzte große Migrationsbewegung führte zu einer Besiedelung Europas von Südrussland und Asien aus. Die Gründe dieser Völkerwanderung sind unklar: War es eine Knappheit der Ressourcen? War es Krieg und Vertreibung der Völker untereinander? Konzentrierte sich eine Menschenbesiedelung um ein bestimmtes Gebiet, welches z.B. reich an Nahrungsmitteln war, aber wenig Platz für die steigende Anzahl von Menschen bot?


Logo Fluchtende


In Deutschland konnte man einen Rückgang der Bevölkerung Mitte des 19. Jahrhunderts registrieren. Grund für diese große Immigrationsbewegung waren bittere Armut, eine gewaltige Bevölkerungsexplosion, Mißernten, Hungersnöte und zu wenig Arbeit.

Dieser kurze Blick auf die Menschheitsgeschichte zeigt: Es gibt schon immer Flucht, Vertreibungen, Neuansied­lungen. In ihrer Not haben die Menschen schon immer Leben und Tod riskiert um andernorts neu anfangen zu können.


Inhalt

Daniel muß das Land Mexagado verlassen. In Mexagado herrscht seit Jahren eine brutale Militärdiktatur. Daniel kommt am Nürnberger Flughafen an und wird von den Behörden in Empfang genommen, er bekommt den Status eines unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings.
Aufgrund seiner rudimentären Deutschkenntnisse kann er eine Schule besuchen. In der Schulklasse trifft er auf Lilli und Luke. Lilli findet Daniel von Anfang an interessant, während Luke seiner Abneigung gegenüber Daniel freien Lauf läßt. Die Situation wird für alle Beteiligten immer schwieriger, bis es eines Tages zu einem folgenschweren Zwischenfall kommt…

Inszenierung als Forumtheater

Die Geschichte wird dadurch zur ganz eigenen Geschichte der Zuschauer: diese können die Geschichte stoppen, die Figuren verändern, neue Charaktere einführen, Szenen überspringen oder hinzufügen. Wir nehmen jede Anregung auf und binden das Publikum aktiv in das Geschehen auf der Bühne ein. Das Publikum verändert den Szenenablauf und kann so seine eigenen Ideen und Vorschläge ausprobieren.




Zielgruppen
Jugendliche ab 13 Jahren jeden Schultyps. Dadurch, daß viele unserer Theaterstücke vom Publikum ab einer gewissen Phase des Stückes interaktiv gestaltet werden, stellt sich die Frage nach der jeweiligen Schulform nicht mehr. Das von uns angebotene Erfahrungsfeld wird vom Publikum durch dessen Vorstellungen und Vorschlägen umgestaltet, was zur Folge hat, daß das Stück und dessen Thema für den Jugendlichen unmittelbarer wahrgenommen wird.

Aufführungen
Aufführungsdauer: 90 Minuten. Es gilt eine Zuschauerbrenzung von 100 SchülerInnen pro Aufführung. Im Anschluß besteht die Möglichkeit von Workshops (Min­dest­dauer: 3 Stunden).
Aufführungsorte: Schulen (alle Schultypen), Jugendfreizeiteinrichtungen, Theater, sonstige öffentliche Einrichtungen in Deutschland. Das Stück ist ab 16. November 2015 spielbar. Unsere Preise.

Premiere am 16. November: Tag der Toleranz
Der internationale Tag für Toleranz findet 2015 wie jedes Jahr am 16. November statt. Der Gedenktag geht zurück auf den 16.11.1995: damals unterzeichneten 185 Mitgliedsstaaten der UNESCO feierlich die Erklärung der Prinzipien zur Toleranz. Seitdem erinnert die UNESCO mit dem Tag für Toleranz an jene Regeln, die ein menschenwürdiges Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen und Religionen auf unserem Planeten ermöglichen. Unser Premierenort ist die Theo-Schöller-Mittelschule in Nürnberg.

Finanzierung
Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung bei der Kunst- und Kulturstiftung der Nürnberger NachrichtenLogo, der Stadt NürnbergLogo, dem Bezirk MittelfrankenLogo und dem Land Bayern.Logo Näheres auf unserer Danke Seite.

Verlängerung der Förderzusage für Schulaufführungen in Fürth/Bay.-Stadt
Die Fürther Partnerschaft für Demokratie Logo, vertreten durch den Stadtjugendring Fürth, fördert bis zu 10 Schulaufführungen von FluchtEnde? im Zeitraum 15. Juli - 23. Dezember 2015. Auf Grund der großen Nachfrage wurde die Förderung bis 23. Dezember 2016 verlängert.

Förderung von Schulaufführungen in Nürnberg - Stadt
Wir bekommen bis 30. November einen Zuschuß für insgesamt 10 Schulaufführungen in Nürnberg mit dem Stück "FluchtEnde?". Förderer sind: das Menschenrechtsbüro Logo der Stadt Nürnberg und der KJR-Nürnberg, die Koordinierungsstelle des Bundesprogramms Demokratie leben Logo in Nürnberg.

Thevo-Theaterlabor kooperiert mit dem Jugendamt Nürnberg
Unser neues Theaterlabor Theater ohne Worte richtet sich an junge Menschen die nach Ihrer Flucht aus einem Krisengebiet in Deutschland eine neue Lebensperspektive suchen.
Im Theaterspiel haben wir die Möglichkeit, ohne Worte miteinander in Kontakt zu treten, um herauszufinden, wie wir mit dem Unbekannten, dem wir hier in Deutschland begegnen, umgehen. Was neu für uns ist? Oder fremd? Welche Arten der Begegnung sind erwünscht und erlaubt? Und welche sind es nicht? Die Workshops finden in Kooperation mit dem Jugendamt Nürnberg statt und können auch in Kombination mit einer Aufführung gebucht werden.

Theaterstücke zur Integration
Eine Auflistung aller unserer Theaterangebote zum Thema Integration finden Sie hier.